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Testmagazin-3-2015

DISQ-TEST 8 IN WELCHEN BEREICHEN KANN EIN SIEGEL BESONDERS HILFREICH SEIN? Quelle:Online-PanelGfKimAuftragvonDISQ; bevölkerungsrepräsentativeBefragung(n = 1.005),Mehrfachnennungenmöglich,Juli2015 Quelle:Online-PanelGfKimAuftragvonDISQ; bevölkerungsrepräsentativeBefragung(n = 1.005),Juli2015 Elektroartikel Lebensmittel Reinigungs- und Waschmittel Versicherungen Online-Shops Kosmetik und Pflege Telekommunikationsanbieter Banken Energieanbieter Reise und Touristik Kleidung / Textilien Einzelhandel Gastronomie In keinem davon 61,7 % 48,7 % 42,6 % 42,4 % 40,9 % 39,4 % 34,9 % 34,8 % 34,3 % 30,0 % 29,8 % 24,4 % 21,8 % 8,4 % KÖNNEN TESTSIEGEL BEI ENTSCHEIDUNGEN FÜR PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN HILFREICH SEIN? „Fälle von Kunden- täuschung tauchen immer wieder auf. Dagegen gehen wir rigoros vor.“ Markus Hamer Ja, hilfreichNein, nicht hilfreich 53,3 % 3,7 % 43,0 % Teils / teils zahlen in der Regel eine Lizenzgebühr, um mit dem Siegel werben zu dürfen – auch bei der Stiftung Wa- rentest. Ökotest verlangt ebenfalls eine Vergütung, nennt diese aber „Bearbeitungs- und Aufwandsent- schädigung“. Eine Refinanzierung kostspieliger Tests über eine Siegelvermarktung ist deshalb kaum ver- wunderlich, geschweige denn anrüchig. Das höchs- te Gut der Testorganisationen ist und bleibt die Un- abhängigkeit ihrer Untersuchungen. Die renommierten Siegel-Herausgeber sind auch deshalb vertrauenswürdig, weil sie das Thema Trans- parenz ernst nehmen. Informationen zu den Testver- fahren erhalten interessierte Verbraucher sowohl in den Veröffentlichungen – zum Beispiel in den Zeit- schriften „Test“ und „Ökotest“ oder auch in den Stu- diendokumentationen des Deutschen Instituts für Service-Qualität – als auch online auf den entspre- chenden Internetseiten der Testinstitutionen. Wo an Transparenz gespart wird, nimmt man es im besten Fall mit der Verbraucheraufklärung nicht allzu genau, oder den Tests mangelt es an Seriosität – vor schwar- zen Schafen ist auch die „Testbranche“ nicht gefeit. Fälscher am Werk Imageverluste können die Testorganisationen auch durch Täuschungsversuche erleiden. So warb im April 2015 ein obskurer Online-Shop für Import-Ziga- retten mit dem Sieg in einem Test, den der Fernseh- sender RTL beim Deutschen Institut für Service-Qua- lität in Auftrag gegeben haben soll. Lanciert wurde dies über eine Pressemitteilung, die im Internet schnell Verbreitung fand. Die Crux: Ein solcher Test hatte nie stattgefunden, sondern wurde von dem Zigaret- ten-Shop schlichtweg erfunden. Doch wenn Verbrau- cher in die Irre geführt werden, verstehen die Tester keinen Spaß und lassen Anwälte tätig werden. Ähnlich verhält es sich mit der missbräuchlichen Nut- zung von Testsiegeln, wovon auch die Stiftung Wa- rentest ein Lied singen kann. So gab es zahlreiche Täuschungsversuche von Unternehmen, die das Label der Warentester zu Unrecht verwendeten – ein klarer Fall von Etikettenschwindel. In diesen Fällen reagiert auch die Verbraucherorganisation rasch und lässt die betreffenden Unternehmen abmahnen. Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Ins­ tituts für Service-Qualität, weiß Ähnliches zu berich- ten: „Fälle von Kundentäuschung tauchen immer wieder auf, etwa durch den Einsatz veralteter Test- siegel oder sogar mit ‚selbst gebauten‘ Siegeln, die unserem Original nachempfunden sind. Dagegen gehen wir rigoros vor, schließlich sollen die Siegel der unabhängigen Tests eine objektive Entscheidungs- hilfe für den Verbraucher bieten.“

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